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[TEXT] 2015 07 14 - Interview Till, blick.ch, Switzerland
AlonsoДата: Вторник, 14.07.2015, 13:58 | Сообщение # 1
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«Transsexuelle sind wunderbar!»

Im Interview mit BLICK erzählt Till Lindemann, wieso ihn Transexuelle faszinieren. Er spricht über das Spiel mit der Provokation, sein neues Solo-Album und die Zeiten in der DDR.

BLICK: Till Lindemann, Sie haben Ihr Album mit dem schwedischen Metal-Experten Peter Tägtgren aufgenommen. Dieser sagte kürzlich, dass sie beide für diese CD in die Hölle kommen werden.

Till Lindemann: Ach, die Schweden haben immer ein bisschen Angst vor allem. Es sind zwar klasse Kerle und ein bisschen so die Nachkommen der Wikinger. Aber trotzdem haben sie immer den Schiss in der Hose.

Woher kommt diese Angst vor dem Teufel?

Das erste Lied, das ich Tägtgren gezeigt hatte, hiess halt «Ladyboy». Das machte ihm wohl Angst.

Apropos Ladyboy, woher kommt Ihre Faszination für Transsexuelle?

Man kann es mit einem Mahl vergleichen. Du hast Fisch und Fleisch auf dem Teller und kannst dich nicht entscheiden. Bei einem Ladyboy stellt sich diese Frage nicht. Das ist doch wunderbar.

Weshalb lieben Sie das Spiel mit der Provokation?

Es ist ganz einfach lustiger, Lieder über anstössige und meinetwegen schmutzige Sachen zu machen. Ich mag es, die Dinge beim Namen zu nennen. Und wenn man es schafft, dies mit Humor zu verpacken, kommt man auch an die Leute ran und hat eine gewisse Daseinsberechtigung.

Ihr Markenzeichen war die deutsche Sprache, bei Rammstein ist Deutsch stets sehr präsent. Weshalb haben Sie denn Ihr erstes Solo-Album auf Englisch aufgenommen?

Für mich war das ganz einfach toll, weil ich es noch nie gemacht habe. Das ergab ganz neue Möglichkeiten. Auf Deutsch habe ich das Meiste schon abgegrast. Doch nun tut sich auf einmal der englische Garten auf: Ich kann dort alles vom Baum pflücken, denn die Früchte sind da.

Sie haben Ihre Platte «Skills in Pills» getauft. Was steckt da dahinter?

Die meisten meinen, es gehe um unsere schnelllebige Zeit, in der jeder seine Pille zur rechten Zeit braucht und schluckt. Das finde ich einen interessanten Ansatz. Aber es ist ganz anders.

Das müssen Sie erklären.

Der Albumtitel geht zurück in meine Vergangenheit in der DDR. Wir hatten keine Drogen damals in Ostdeutschland und haben uns deshalb unsere eigenen Pillencocktails gemixt. Und dazu musste man wirklich Skills, also Fähigkeiten, haben, um den idealen Mix aus Medikamenten und Alkohol zu finden.

Das ist aber ein sehr gefährliches Spiel!

Genau. Es ging auch darum, welche Rauschstufen man erreichen wollte. Wie weit kann man gehen und das Ganze mit Wodka mischen, ohne gleich draufzugehen oder für immer hängen zu bleiben. Es war eine Gratwanderung.

Und Sie hatten diese Fähigkeit, Drogen zu mixen?

Na ja, so ein bisschen. Aber wir hatten da ganz andere Jungs, die Medizin studiert haben und die sich sehr gut auskannten. In der DDR gab es nicht diese Zweiklassengesellschaft aus Akademikern und Proletariern. Ganz im Gegenteil! Wir waren alle zusammen und haben uns gegenseitig ausgeholfen. Das waren schöne Zeiten.

Sie klingen nostalgisch! War früher alles besser?

Manches schon. Wir hatten unwahrscheinlich geile Zeiten in der DDR. Die hat es nach der Wende nie mehr gegeben. Aus Notstand, Misere und Kreativität können ganz tolle Sachen entstehen. Das sieht man heute vielleicht noch in einem Land wie Kuba. Wie gut die Leute drauf sind, obwohl sie gar nichts haben.

Kennen Sie eigentlich Tabuthemen?

Nein, Tabuthemen gibt es für mich nicht.

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