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[TEXT] 2015 06 xx - Interview Till, Peter, DOT, Germany
AlonsoДата: Вторник, 07.07.2015, 13:42 | Сообщение # 1
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Bewusst böse

Klammheimlich hat Till Lindemann, seines Zeichens Frontmann von Rammstein, ein Soloalbum aufgenommen. Es ist sowohl textlich als auch musikalisch überraschend.

Das Projekt heißt schlicht Lindemann und das Album Skills in Pills - darauf hört man den Meister des Zynismus-Rocks erstmals in englischer Sprache singen. Das ist schon mal die erste Überraschung. Die zweite ist der Sound: Alle Instrumente wurden von Peter Tagtgren eingespielt und arrangiert; ihn kennt man von seinen beiden legendären Trash- und Metal-Bands Pain und Hypocrisy. Er lebt und wirkt in Schweden, und zwar in seinem Studio im Wald - und genau dort wurde auch das Album aufgenommen. DOT. konnte mit den beiden ein Gespräch führen.

DOT.: Es sind deine ersten englischen Lyrics, Till. Wie war das?

Till: Es war die Aufgabe, meine kranken Gedanken in Englisch zu übersetzen. Ich habe herausgefunden, dass wenn ich anfange, in Englisch zu träumen, dann bin ich mit der Sache verbunden. In dem Moment, wo der Schreibprozess vorbei war, habe ich auch nicht mehr in Englisch geträumt.

Was hat dich thematisch inspiriert?

Till: Alles. Den Fat-Song hab ich geschrieben, nachdem ich eine Doku über Feeders gesehen habe - du weißt schon, diese Frauen, die im Bett liegen und sich von ihren Freunden oder Partnern füttern lassen. Falls du darüber noch nichts weißt: Check es auf Google aus. Es ist ein echt schräger Fetisch.

Was war die größte Herausforderung bei den Aufnahmen?

Till: Es gab keine Schwierigkeiten, gar nichts. Es war die pure Freude. Die erste Herausforderung kam eigentlich erst ab dem Zeitpunkt, als wir die Plattenverträge abgeschlossen haben, also all die Arbeit am Artwork und an der Promo begonnen hat.
Peter, gab’s für dich eine Challenge?
Peter: Nein, eigentlich hatten wir einen sehr angenehmen Flow bei der Arbeit; es ist alles sehr organisch und natürlich passiert.

Du hast alle Instrumente auf dem Album gespielt. Woher kommt das, dass du so viele verschiedene Instrumente spielst?

Till: Weil er ein gieriger Bastard ist: Er möchte alles selber machen. Er lässt da niemanden rein.
Peter: Stimmt. Niemanden. Na ja, es ist recht simpel: Ich lebe da draußen in den Wäldern - da ist einfach niemand, mit dem ich sonst spielen oder musikalische Dinge ändern könnte. Also mache ich es dann einfach selbst.

Mit welcher Musik bist du aufgewachsen?

Peter: Elvis Presley, Beatles, Stones, Led Zeppelin.
Till: Bist du schon 60, oder was? Das ist ja alles uralt!
Peter: Na ja, meine Eltern haben es eben gehört.
Till: Ach, das gibt’s doch nicht! Du bist ja nicht Ende 60!
Peter: Vielleicht bin ich es doch?
Till: Okay, zumindest siehst du wirklich so alt aus.

Till, was war die erste Musik, die dir gefallen hat?

Till: Ich war ein großer Fan von elektronischer Musik wie Tangerine Dream, Mike Oldfield und Pink Floyd - aber meine allererste Platte war von Alice Cooper Welcome To My Nightmare. Es war damals nicht leicht, Musik und Platten in Ostdeutschland zu bekommen. Ich hatte nicht allzu viele Möglichkeiten, an Platten ranzukommen - man musste zum Teil nehmen, was da war. Manchmal habe ich eine Platte nur gekauft, um sie zu besitzen - egal, was drauf war.

Kann man sich das wie einen Schwarzmarkt vorstellen?

Till: Ja, klar - das war, wie wenn du heutzutage Heroin kaufen willst. Man muss die richtigen Leute kennen.

Was waren die geilen Momente bei den Aufnahmen?

Till: Wir wussten immer, wenn wir gemeinsam zu lachen begonnen haben, dann war der Song richtig gut. Ursprünglich habe ich die Texte bei mir gemacht, aber die konkreten Aufnahmen fanden erst bei Peter statt. Wenn wir also saßen und uns das Aufgenommene angehört haben, haben wir oft ordentliche Lachkrämpfe bekommen. Wir fragten uns: Ist das nicht schon sehr abgefahren? Sollen wir das wirklich lassen? Und dann dachten wir: Ach was, scheiß drauf, wir lassen es so.

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