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[TEXT] Interpretationen – Ich Tu Dir Weh
AlonsoДата: Пятница, 11.10.2013, 14:38 | Сообщение # 1
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Deutsches Grundgesetz I. Grundrechte– Artikel 5:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Ganz klar, dieser Text hat seinen Reiz. Aus einem einfachen Grund, dem Index! Diese zweite Interpretation habe ich so gut wie fertig gehabt, als mir plötzlich mehr als nur ein Gedanke durch den Kopf ging. Zuerst ging es nur um Provokation, dann Erklärungen, am Schluss wahrscheinlich Feigheit. Vielleicht ist dieser Eintrag eine Mischung aus allem. Wer den Songtext vollständig lesen möchte soll googlen. Er ist kinderleicht ihn zu finden und damit ein herzliches Willkommen in Absurdistan.

Der Text ist eindeutig und dieser Index ist in der heutigen Zeit purer Hohn, denn Google macht es möglich und zwar mit einer einfachen Suche, von Youtube ganz zu schweigen. Es wäre noch nicht mal mehr provokant hier den gesamten Songtext zu posten, auf ein Youtube-Video zu verweisen und und und…

Bedarf es bei diesem Songtext wirklich einer Interpretation und wenn ja, welcher? Des Inhalts oder der Gesellschaft? Beider?

Ich tu Dir weh

(Till Lindemann – Rammstein – Album Liebe ist für alle da)


Bei dir hab ich die Wahl der Qual

„Und sei es nur einmal verbal.“

Wünsch’ dir was ich sag’ nicht nein

„So willst Du es, so soll es sein.“

Du bist das Schiff ich der Kapitän

Wohin soll denn die Reise gehn’


„Blind genug, um weg zu sehen.“

„Schlau genug, um zu verstehen.“


Ich seh’ im Spiegel dein Gesicht

Du liebst mich denn ich lieb’ dich nicht


„Bist du es oder bist dus nicht?“

„Die einen fragt man, andre nicht!“


Nur für mich bist du am Leben

Jeder ist sich selbst der Nächste. Ein Anspruch auf das Tun, das gewünscht wird. Eigentum ist Macht.

Du blutest für mein Seelenheil

Hier könnte man auch den Satz „Jedem das Seine“ einfügen. Wer herrschen will, herrscht und wer beherrscht werden will, der wird beherrscht.

*hier steht ein Stück Wahrheit*

Der Reiz ist für jeden ein anderer. In dem Fall für einige nicht nachvollziehbar. Als Stichwort möchte man „Ritzen“ nennen, wenn auch in diesem Zusammenhang wahrscheinlich unpassend. Das Ziel ist aber identisch: Fühlen.

Der Körper schon total *ein Stück Wahrheit*

Entbehrt jeder Interpretation.

Egal – erlaubt ist was gefällt

Gleiches gilt für diese Zeile und vielleicht ist sie diejenige, die diesen Text so erschreckend ehrlich macht.


Wünsch’ dir was ich sag’ nicht nein

Alles beruht auf freiwilliger Basis. Das macht es zu dem, was es ist. Freiwillig und gewollt.

Keiner rümpft die Nase, wenn ein anderer den Wunsch äußert schön, reich und stark zu sein. Mittlerweile ist der Wunsch nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit alltäglich.


Und *auch hier soll ein Stück Wahrheit sein*

Das Handeln einzelner wird nicht zwingend von der Mehrheit anerkannt und ist von dieser nachvollziehbar, d.h. noch lange nicht, das es nicht existent ist.

Fazit (ein Erstes):

Dieser Songtext ist definitiv provokant. Nicht des Inhalts wegen, sondern aufgrund der Tabus, die er anspricht. Betrachtet man ihn objektiv, ist er es nicht mehr. Denn er beschreibt einen Teil des Alltäglichen, der uns allen meistens verborgen bleibt. Wir lesen darüber heimlich in Büchern, Zeitungen und Internet. Sind Voyeure in den Nischen und schämen uns das Hinschauen zuzugeben und doch tun wir es, auch wenn es bei der Mehrzahl beim Hinschauen und -hören bleibt. Man möchte es eigentlich nicht wissen, doch die Neugier siegt, verbündet sich mit dem Gaffertum, nur um hinterher behaupten zu können, dass man sich geekelt hat und andere Perverse und Kranke sind. Befriedigung hinterher ist das “Mit auf dem Finger auf andere zeigen”-Können. Wir gaffen täglich am Fernseher das Unglück eines Unbekannten an, auf der Autobahn den Unfall und wenn nebenan der Notarzt hält. Selbst wenn der Priester im Dorf zuschlägt, wird man nach Jahren sagen, dass er ansonsten ein so netter und warmherziger Mensch war. Wir betrachten nicht, wir urteilen der Masse nach.

Eigene Meinung:

Manche sind sich der dunklen Seiten ihrer Seele bewußt, andere starren in die Tiefen derer, die hinabsteigen. Geschwiegen wird, wo der Mut zur Wahrheit fehlt und für manchen scheint es besser, dass die Wahrheit nicht zu offensichtlich ist. Solange Einigkeit herrscht, sollte nicht geurteilt werden. Kinder sind zu schützen, aber viel wichtiger ist es, sie frühzeitig zu lehren, sich selbst zu schützen. Verbote sind verführerischer als Gebote. War es jemals anders?

Der Text ist nicht das Problem, das Problem ist, falls es eins gibt, was wir daraus machen.


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